CARLA BRUNI

CARLA BRUNI

Foto: Promo

Musik und Models, keine Konstellation wurde in den letzten Jahren argwöhnischer betrachtet als diese. Sicher waren die ersten „Gesangsversuche“ einiger Models im Gehörgang von so manchem Zuhörer äußerst schwer zu ertragen. Doch nun kommt der Beweis, das diese Konstellation sehr wohl geht und auf internationaler Ebene die Lobeshymnen gleich reihenweise kommen.

Der Grund hierfür heißt Carla Bruni und ihr Debütalbum „Quelqu’un m’a dit“. 

Als Tochter einer Pianistin und des Komponisten Alberto Bruni-Tedeschi, wurde Carla 1968 in Turin geboren. Aufgewachsen in Paris, wo sie mit 19 Jahren ihre Modelkarriere begann. Da schon ihre Kindheit von Musik geprägt war, ist dies etwas, war ihr ganz selbstverständlich und natürlich vorkam. „Ich habe Gitarre und Klavier gespielt, ganz ungebunden und nur zum Vergnügen, eigentlich nicht mit der Absicht, daraus was zu machen“. 

So klingen auch die 12 Songs auf „Quelqu’un m’a dit“, puristisch und ohne aufwendige Spielereien. So beschrieb die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG Ihren Stil als „eine Mischung aus Nouvelle Chanson, kühlem Folk und ‚Catpower’ „. 

Auch die Texte klingen wie ein Gedichtband, der mit viel Gefühl geschrieben wurde. So singt sie beispielsweise in dem Song „Raphael“ vom Blick der Velours ist, von weißen Nächten und den Noten, die nach Honig schmecken. Schon die Wortwahl verrät, das sie kaum über etwas singen könnte, das sie nicht selbst fühlen würde.

CARLA BRUNI

Foto: Promo

„Man kann die Stücke ganz vielfältig verwenden und interpretieren. Da gibt es die sehr zärtliche Gefühlsebene aber eben auch die Wortspiele. Und wenn man gerade keine Lust hat, präzise zu sein, kann man sich da reinflüchten“. 

Ihr eigener Musikgeschmack ist eine bunte Ansammlung illustrer Namen, die jedoch auf ihre Leidenschaft hinweisen - Folk und Blues. Sängerinnen wie Bessy Smith oder Ella Fitzgerald aber auch Emmylou Harris und Ricky Lee Jones gehören dazu. „Ich mag diese „kleinen“ unkomplizierten Stücke, die nur zwei oder drei Akkorde benötigen“. 

Das Potential von Carla Bruni erkannte sehr schnell Bertrand de Labbey, der ehemalige Verleger von Gilbert Becaud, als ihm ihre Demobänder in die Hände fielen. Der Produzent Louis Bertignac übernahm die Umsetzung des Albums, bei dem er stets darauf bedacht war, die Atmosphäre und den „self-made“ Charme als Grundstimmung beizubehalten. Er umschreibt es mit den Worten „Man spürt, dass hier alles da ist: das ist von der gleichen Person geschrieben, es wird von ihr gesungen und auch gespielt, mit ihrer ganz eigenen Art, das ist eine eigene und sehr persönliche Welt“. 

Der Albumtitel könnte vielleicht beinhalten das hier der Name Programm ist.

„Quelqu’un m’a dit“ zu deutsch: „Jemand hat mir gesagt“ , das eine wohlklingende  Stimme und eine akustische Gitarre ein schlichtes Ensemble sind, die einen inne halten lassen. Die zum Zuhören und Genießen verführen. Vorgestellt im unprätentiösen Stil in der großen Tradition des Chansons.

Offizelle Homepage:   www.carlabruni.com

 

carla bruni - quelqu´un m´a dit ALBUM: quelqu´un m´a dit

VÖ: 23.06.03

MINISTRY OF SOUND

 

CD-Vorstellung

 

 

carla bruni - NO PROMISES ALBUM: NO PROMISES

VÖ: 12.01.07

MINISTRY OF SOUND

 

CD-Vorstellung

 

2008

Zwei Jahre nach der Vertonung einer Sammlung angelsächsischer Gedichte des 19. und 20. Jahrhunderts hat Carla Bruni erneut zur Feder gegriffen, um ein neues Album zu schreiben - das erste seit ihrem triumphalen Debütalbum „Quelqu'un m'a dit" (Jemand hat mir gesagt) im Jahr 2002. Was beim ersten Anhören von Comme si de rien n'était (Als ob nichts gewesen wäre) sofort auffällt, ist die Vielfalt der Musikpalette. Nach zwei Alben mit eher schlichten Folk-Blues-Tönen versucht sich die Sängerin gekonnt an einer farbenfrohen Stilmischung, die von Pop, über etwas Jazz und Flamenco bis zu Bluegrass reicht. Trotzdem erkennt man bei diesen Kompositionen sofort Brunis Stil, denn sie lassen auch diesmal wieder Platz für starke Gefühle. „Seitdem ich mit dem Texten von Liedern begonnen habe, habe ich meine Richtung beibehalten", erklärt die Künstlerin. 

Ganz auf einen kleinen Kern von Begleitmusikern konzentriert, die die Titel unter Live-Bedingungen aufgenommen haben (Bass, Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Mundharmonika), klingt Comme si de rien n'était  fast wie das Album einer Band. Trotz des Gruppenaspektes beim Spielen hinterlässt es einen noch persönlicheren Eindruck als die vorherigen Alben. „Es haben vielleicht mehr Personen teilgenommen, aber dieses Album ist genauso mein Werk wie die anderen auch. Ich habe keineswegs den Eindruck, dass man meine Lieder genommen und geändert hätte", unterstreicht Carla Bruni. 

Der Produzent Dominique Blanc-Francard zeichnet für den Ton des Albums verantwortlich und hat die neuen Kompositionen von Carla Bruni mit vielfältigen und einfallsreichen Ideen untermalt. 

„In dem Augenblick, in dem mir die Ideen zu meinen Liedern einfallen, kümmere ich mich nur um den Kern, den Körper und nicht um das äußere Gewand", erklärt die Sängerin. Nach der exklusiven Zusammenarbeit mit Louis Bertignac bei ihren ersten beiden Alben greift sie diesmal auf einen neuen Kollegen zurück, dessen Weg sie bereits 2004 bei Tonaufnahmen für ihre Konzerte im Trianon gekreuzt hat. „Ich hätte große Schwierigkeiten, mit einer völlig fremden Person zusammenzuarbeiten. Es ist sehr wichtig für mich, dass die Aufzeichnungen völlig ruhig verlaufen." 

Das Album ist im letzten Winter in den Labomatic-Studios, nur einen Steinwurf von den Champs-Elysées entfernt, aufgenommen worden. Benjamin Biolay übernahm beim Titel „L'amoureuse" (Die Verliebte) das Arrangement der Streichinstrumente. Julien Clerc, dessen Zusammenarbeit mit Carla Bruni schon einige Jahre zurückreicht - er vertonte bereits ihre Texte für das Album Si j'étais elle (Wenn ich sie wäre) - hat Carla Bruni die wunderschöne Melodie von Déranger les pierres (Steine stören) zu verdanken, zu der sie den einfühlsamen Text schrieb. „Und ich möchte die Steine stören / das Angesicht meiner Nächte ändern / deinem Geheimnis zu Leibe rücken / ich nehme die Zeit in die Hand".  

Zahlreiche Texte des Albums drehen sich um das Gefühl der vergehenden Zeit (Meine Jugend, Verlorene Zeit, die Antilope). Ein melancholischer Unterton, der ein Gegengewicht zur spielerischen Seite des Albums bildet und ihm so ein harmonisches Gleichgewicht verleiht. „Ich bin selbst gleichzeitig düster und verspielt", vertraut sich Carla Bruni offen an. „Ich habe die Freude der Verzweiflung". 

Zusätzlich zu den 10 von der Autorin geschriebenen Liedern, enthält das Album eine musikalische Adaption eines Gedichtes von Houellebecq La possibilité d'une île (Die Möglichkeit einer Insel), die Übertragung des Liedes von Schumann Je suis une enfant (Ich bin ein Kind) sowie zwei ausländische Lieder: You Belong To me (Du gehörst zu mir), ein amerikanischer Song, der durch Bob Dylan berühmt wurde und Il vecchio e il bambino (Der Alte und das Kind) des italienischen Anarchisten Francesco Guccini. „Die englische und italienische Sprache eignen sich ausgezeichnet für den Gesang", erklärt Carla Bruni, „während das Französische zum Texten ideal ist".

Text: Promo

 

CARLA BRUNI - COMME SI DE RIEN N´ÉTAIT ALBUM: COMME SI DE RIEN N´ÉTAIT

VÖ: 11.07.08

Naive / edel

 

CD-Vorstellung

 

 

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