D-FLAME

D-FLAME

Foto: Adrian Bishoff

„Um mich zu verstehen, muss man wirklichen Schmerz kennen. Meine Mutter hat mich unter Schmerzen geboren und das ist, glaube ich, einfach so geblieben. Man muss das „Ghetto Life“ kennen, das gibt es auch in Deutschland. Ich weiß das. Ein Polizist in Chicago oder L.A. stellt dich nicht anders an die Wand, als hier.“


„ Der ausschlaggebende Punkt für mich war Muhammed Ali. Durch ihn bin ich zu Malcolm X gekommen und das hat mich verändert. Ich habe sehr viele Parallelen in unseren beiden Biographie erkennen können.

Ich wurde 1971 in Deutschland geboren. Ich habe oft mitansehen müssen, wie meine Mutter als „Niggerhure“ beschimpft wurde, wie Leute vor ihr auf den Boden gespuckt haben, wenn sie mich vom Kindergarten abgeholt hat.

„In einer Schlüsselszene der Malcolm X Biographie sagt er, dass er Anwalt werden will und bekommt als Antwort, das wäre kein Job für ’nen Nigger. Mir wurde das zwar nicht so gesagt, es wurde mir aber auch nicht klargemacht, wie einfach es ist, in Deutschland zu studieren. Die sagen: Mach einfach deinen Hauptschulabschluss, wenn du das überhaupt schaffst als Türke, Schwarzer oder Marokkaner, dann kannst du schnell als Automechaniker oder als Verkäufer arbeiten.“

D-Flame studiert nicht auf der Universität, sondern beginnt im Buch des Lebens zu lesen, „streetwise poetry and fat raps“. An der Frankfurter Hauptwache sieht er den New Yorker Ex-GI „Eddy Action“ breaken und erkennt, dass man all das, was er bisher nur aus dem Fernsehen kannte, selber an den Start bringen kann: breaken, Graffiti, rappen. 1988 trifft er AD und zwei Jahre später Rebel X, die ihn entscheidend beeinflussen. In mehreren Frankfurter Possees wie „Asiatic Warriors“ oder „Foreign Accent“ mischt er mit und bildet einen sehr eigenen, in Deutschland einzigartigen Rap-Stil aus. Ihm ist klar, dass es in seinem Leben um Musik gehen wird.

„Meine Mutter musste mir schon als Kind auf die Hände klatschen, weil ich immer versucht habe, ihre Lieblingsplatten aufzulegen: Issac Hayes, James Brown oder Aretha Franklin, zu der ich ein Gefühl wie zu einer Tante habe. Und da meine Mutter genau so auch Bob Marley und Peter Tosh gehört hat, hatte ich schon von klein auf ein großes Gefühl für Reggae.“

1994 reist er nach Jamaica und seine Liebe zu Reggae und Dancehall-Musik entflammt aufs Neue. Zurück in Deutschland arbeitet er als MC bei renommierten Soundsystems wie „Soundquake“ (Bielefeld) oder „Pow Pow“ (Köln).

Jahre vergehen, bis 1998 die von DJ Stylewarz produzierte 12inch „Heiß wie Feuer“ rauskommt und erst einmal alles wegbrennt.

1999 lernt er Jan Eißfeldt kennen, man entdeckt musikalische und menschliche Gemeinsamkeiten und produziert fürs erste ein Demo-tape. Eißfeldt hat mit Ghetto-Life wenig zu tun, was der kreativen Zusammenarbeit aber in keinster Weise schadet.

„Gegensätze ziehen sich nun mal an. Ich fühle mich hier sehr wohl bei Eimsbush .Ich habe hier Freunde und gute Vibes. Ich wohne in Frankfurt, komme aber immer gerne nach Hamburg zum Musik machen. Meine Platte heißt „Daniel X – eine schwarze, deutsche Geschichte“ und sie ist für jeden jugendlichen Rebell, der mit diesem System nicht klarkommt, aneckt und oft den falschen Weg einschlägt, es sind Außenseitergeschichten, die ich erzähle.

Geschichten aus meinem Leben und Geschichten von anderen werden zusammengefügt. Der Grundtenor der Platte ist: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

„And you have to know pain to feel the pleasure.“

Offz. Homepage:  www.d-flame.de

 

D-Flame arbeitet bei BROTHERS KEEPER mit.  Alle Infos dazu hier...

 

D-FLAME ist bei G.B.Z. dabei. Fotos von der Release Party (23.08.02) und Infos dazu hier.

 

D-Flame war bei der Tour von DJ STYLEWARZ dabei. Am 18.09.02 war Tourauftakt in Berlin. Weiterhin dabei FERRIS MC, TORCH und TONI-L . Bericht und Fotos vom Tourauftakt in Berlin hier.

(Übrigens, D-FLAME hatte am 19.09.02 Geburtstag und so sangen 00.00 Uhr alle Anwesenden im Columbia Fritz ihm "Happy B...", auf den Fotos könnt ihr sehen wie ihm einige zum Geburtstag gratulierten.)

D-Flame bei kenfm am 10.11.02

Am 10.11.02 war D-FLAME zu Gast bei kenfm. Mit am Start war DJ STYLEWARZ. Bei kenfm durfte D-Flame nicht nur seinen neues Album vorstellen sondern auch so einige Spiele mitmachen. Außerdem ging er unter die Töpfer... Die Fotos davon hier.

D-FLAME - DANIEL X ALBUM: DANIEL X

VÖ: 11.11.02

ISLAND / MERCURY

 

CD-Vorstellung

 

D-FLAME bei der NIKE FREESTYLE TOUR... NIKE FREESTYLE TOUR 2003
mit u.a. D-FLAME und DJ STYLEWARZ

 

Ahuu ahuahu ahuu – der tiefste Bass im Reggae rollt „Unaufhaltsam“. Nach dem HipHop-/Reggae-Bastard „Basstard“ und der gerappten Autobiografie „Daniel X“ brennt die Flamme nun lichterloh auf einem astreinen Dancehall-/Reggae-Album, das Benzin ins Feuer der deutschen Reggae-Szene gießt.

Auf „Unaufhaltsam“ loten D-Flame und die KP Crew gekonnt verschiedene Reggae-Styles aus. Sie toben auf Dancehall-Krachern und schaffen sich Luft und Raum in rootsigen Reggae-Songs. D-Flame nutzt die gewonnenen Freiräume, die ihm jamaikanische Musik im Vergleich zu den eng umrissenen HipHop-Strukturen eröffnet. Und doch zieht es ihn bei „Unaufhaltsam“ an die musikalische Quelle, in das Frankfurter Studio, wo er bereits vor Jahren mit seiner damaligen HipHop-Truppe Asiatic Warriors arbeitete und wo jetzt ein Großteil von „Unaufhaltsam“ abgemischt wurde. Dass die Chemie stimmt, offenbart das Endprodukt, das perfekt auf Flame’s Leib und Stimme zugeschnitten ist.

D-FLAME - UNAUFHALTSAM

ALBUM: UNAUFHALTSAM

VÖ: 20.10.02

Downbeat / eastwest

 

CD-Vorstellung

 

 

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