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Gewohnt unverblümt und streitbar,
genau wie es die Fans von ihr erwarten, gibt sich P!nk auch auf
ihrem mittlerweile vierten Album „I’m Not Dead“. Der Follow-Up zu
ihrem 2003er-Werk „Try This“ erscheint hierzulande am 31. März
2006 und wartet neben explizitem Tussi-Bashing (in Form der
Hitsingle „Stupid Girls“) und pointierter Regierungs-Kritik (im
Song „Dear Mr. President“) auch mit einen Stück auf, dass P!nk
gemeinsam mit ihrem Vater James T. Moore sang. „Endlich hatte ich
die großartige Gelegenheit, einen Song mit ihm
aufzunehmen“, erklärte die 26-jährige Sängerin und Songwriterin jüngst
auf ihrer Homepage. Das Ergebnis mit dem Titel „I Have Seen The
Rain“, das auf dem Album als Hidden Track enthalten ist, hatte sie
bereits im zarten Kindesalter (und seinerzeit natürlich als Alecia
Moore) gemeinsam mit ihrem Dad im
Rahmen diverser Kriegsveteranen-Treffen vorgetragen. Papa James,
selbst Ex-Soldat, hatte das Lied während seiner Zeit in Vietnam
geschrieben, P!nk war es allerdings erst jetzt gelungen, ihm die
Erlaubnis abzuringen, es aufnehmen zu dürfen. Mit Nostalgie hat „I
Have Seen The Rain“ für P!nk allerdings recht wenig zu tun: „Das
Stück ist relevant wie eh und je - schließlich produzieren
wir laufend tausende von Kriegveteranen.“
Zusammen mit Songwriter und Produzent Billy Mann (Celine
Dion, Ricky Martin, Anastacia etc.) schrieb sie „Dear Mr
President” - ihre ganz persönliche Abrechung mit der
Bush-Administration („Dear Mr. President, what do you feel, when
you see all the homeless on the street? Who do you pray for at
night before you go to sleep? What do you feel, when you look in
the mirror?
Are you proud?“), die sie zusammen mit den Indigo
Girls einsang. „Das war eine absolute Ehre für mich“, erklärt die
Grammy-Preisträgerin, „bei jedem Album verwirkliche ich mir einen
Traum. Und aus diesem Grund werde ich auch nie aufhören, Musik zu
machen.“ Dass der Song seine Wirkung nicht verfehlt, zeigte die
Reaktion ihres Vaters, eines überzeugten Republikaners. „Bush ist
der schlechteste Präsident, den die Vereinigten Staaten jemals
hatten“, sagt die Sängerin, „nachdem mein Vater meinen Song gehört
hatte, meinte er: ‚Ich glaube, du hast recht’.“
Ermutigung, Lob
und Unterstützung erhält P!nk derzeit aber auch von anderer Seite:
Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Single-Auskopplung des
Albums mit dem Titel „Stupid Girls“ veröffentlichte die
„International Association of Eating Disorder Professionals“ eine
Erklärung, in der die Vereinigung die Botschaft des Songs und des
Videos ausdrücklich guthieß. In dem Clip zu „Stupid Girls“
persifliert der US-Superstar zahlreiche hochprominente
„Kolleginnen“ und geht mit deren Verhalten und Bild in der
Öffentlichkeit hart ins Gericht.
(Textprobe:
“Maybe if I act like that, flippin’ my long hair back, push up my
bra like that, I don’t wanna be a stupid girl”). Das Video entstand
unter der Regie von Dave Meyers, der in seiner Karriere u.a.
bereits Clips für Kelly Clarkson (“Breakaway”), N.E.R.D. (“She
Wants To Move”), Missy Elliott (u.a. “Pass That Dutch”) und
Shakira (“Objection (Tango)”) inszeniert hatte. Doch
nicht nur bei der
IAEDP kam „Stupid Girls“ ausgezeichnet an: Kurz
nach Verfügbarkeit des Clips im Internet war es bereits von mehr
als acht Millionen Neugierigen weltweit herunter geladen worden.
P!nk
übernahm bei den Aufnahmen zu „I'm Not Dead“ die Position des „Executive
Producers“, desweiteren wirkten an der Entstehung des Albums u.a.
die Produzenten und Songwriter Billy Mann, Max Martin (Britney
Spears, 'N Sync, Bon Jovi, Westlife etc.), Luke Gottwald (Kelly
Clarkson, Backstreet Boys u.a.), Singer/Songwriter Butch Walker
und Mike Elizondo (Christina Aguilera, Gwen Stefani, Eminem,
Sheryl Crow etc.) mit.
P!nks
letztes Album verpasste die Chart-Spitze in Deutschland nur
denkbar knapp. Mit „Trouble“, „God Is A DJ“ und „Last To Know“
brachte der Longplayer allerdings gleich mehrere Hitsingles
hervor. Ihre Chart-Bilanz ist tadellos: Sechs ihrer letzten neun
Singles erreichten die Media Control Top Ten. Auch Edelmetall
gab’s für P!nk reichlich: Nachdem sie sich bei ihrem Debütalbum „Can't
Take Me Home“ hierzulande noch mit Platz 85 in den Charts
zufrieden geben musste, holten Album zwei („Missundaztood“) und
drei („Try This“) Doppelplatin bzw. Platin.
Text: Sony Bmg
Offz. Homepage:
www.pink-music.de
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