bananafishbones

bananasishbones

Das sind:
Sebastian Horn: lead vocals & bass
Peter Horn: guitars & vocals
Florian Rein: drums & vocals

Seit 1991 existieren die Bananafishbones in der heutigen Besetzung. 1995 veröffentlichen sie „Grey Test Hits“ im Eigenvertrieb, 1996 folgt die EP „Horsegone“ und 1997 schließlich das Album „Live and Unplugged“. 1998 kündigt sich schließlich der Durchbruch an: Werbefilmer Roman Kuhn dreht für C&A einen Werbespot und setzt den Bananafishbones-Titel „Come To Sin“ ein. Ein Deal mit Polydor/ Bonanza garantiert der Band alle künstlerischen Freiheiten und das Album „Viva Conputa“ erscheint 1999. „Come To Sin“ und die Nachfolgesingle „Easy Day“ gehen mehr als 200.000 Mal über die Ladentische, und im Herbst erscheint die Single „Dinosaurs“ in zwei Versionen: Einmal mit den Münchner Philharmonikern und einmal mit der Bad Tölzer Blaskapelle. Im Jahre 2000 folgt „My Private Rainbow“ und eine fette Tour, die die Jungs in Silberglitzeranzügen absolvieren.
Doch auch im Film machen sich Bananafishbones mehr als gut: Der Clip zu „Easy Day“, eine Fortsetzung des mehrfach prämierten, gleichnamigen Hans Horn-Films, zeigt Franka Potente in einer ihrer besten Rollen, im Kinofilm „Caipiranhas“ wirken die Bananafishbones mit. Weiterhin beliefern sie die Filmwelt mit Musik für Fernsehfilme („Der Voyer“, „Der Bunker“), Werbespots (C&A, Audi TT) und Kinoproduktionen („3 Chinesen mit dem Kontrabass“, „Viergeteilt im Morgengrauen“).

Offz. Homepage: www.bananafishbones.de

(Liste der veröffentlichten CD´s hier nicht vollständig!)

VÖ: 11.9.00

 

Am 2.Oktober 2000 sorgten sie für Stimmung in Berlin beim Jugendkulturfest.

 

Konzert am 14.04.02 in Berlin (Support von Tito & Tarantula ) Fotos und Bericht hier.

Bananafishbones - Auftritt 14.04.02 - Bericht und Fotos...

 

Album " a town called seven "

VÖ: 6.05.02

bei Polydor

CD - Vorstellung


„A Town Called Seven” ist um einiges rauer als der Vorgänger „My Private Rainbow“. „Wir sind jetzt wieder schmutziger geworden,“ bestätigt Sebastian. „Rainbow war ziemlich clean, diesmal ist wieder mehr Gefühl drin. Wir haben uns acht Wochen lang in den Übungsraum mit unserem Mac zurückgezogen, erst mal die Overdubs und Backgrounds eingespielt und sind dann ins Studio und haben die Basics live draufgesetzt. Das ist viel lebendiger.“ In der Tat eine ungewöhnliche Arbeitsweise, die dem Album zugute kommt und der Band gerecht wird. „Wir wollten das Pferd diesmal von hinten aufzäumen. Außerdem haben wir auf die E-Mails unserer Fans gehört, die meinten, es könnte wieder ein bisschen mehr rumpeln, weil wir live ja ziemlich abrocken.“

„A Town Called Seven” wurde zum größten Teil im Übungsraum der Band eingespielt und im Regensburger Cap á pie Studio in Zusammenarbeit mit H.M. Buff und den Bananafishbones produziert. „Mit Buff zu arbeiten war großartig. Er wird nie müde und hat uns sehr inspiriert. Das ist ein Wahnsinniger. Der war ja vier Jahre lang Haus- und Hofmixer von Prince. Kein anderer hat es so lange mit Prince ausgehalten.“ Die erste Promo-Single „Robot 41“ entstand im Kölner Minirock-Studio, der Song „Smart“ im Münchner Studio der Groove-Minister.

Die Bananafishbones sind eine feste Institution in Deutschlands Live-Szene: bis zu 150 Gigs im Jahr, Hallentourneen, jede Menge Festivals, Gastspiele in der Schweiz, in Österreich, England, Italien, Südfrankreich und sogar Los Angeles. 1999 fünf Supports für Bryan Adams, im Jahre 2000 dann eine ausgedehnte Hallentournee und 2001 eine bundesweite Clubtour - die Bananafishbones sind mit allen Wassern gewaschen. „Wir sind eine Live-Band,“ stellt Sebastian fest, „Das Schöne am Live-Spielen ist, dass jede Show anders ist, dass man immer wieder experimentieren kann.“ Knapp 1000 Auftritte sind so seit 1987 zusammen gekommen. „Da hier in der Region nicht so viel los ist,“ so Sebastian, “entstand die Idee ein eigenes Festival zu organisieren.“ 2001 dann verwirklicht als Hillside-Festival in Bad Tölz, das mit den Sportfreunden Stiller, Glow, Yeah, den Bananafishbones und einigen lokalen Acts vor über 4000 Besuchern eine super Premiere hinlegte.

„A Town Called Seven” ist eine Bananafishbones-Perle geworden, wie man sie sich nur wünschen kann: Voller origineller Einfälle, mit viel Spielwitz und herrlich krachenden Sounds. Ein Album so bunt wie ein Gabentisch zu Weihnachten, das streckenweise abrockt, was das Zeug hält und doch nie das Gefühl für die Melodie zu kurz kommen lässt. So ist die erste Promo-Single „Robot 41“ mit einer traumhaften Melodie ausgerüstet und fordert vehement das Recht auf Spaß an der Freud ein - wider die grauen Herren aus Michael Endes „Momo“. Besonderes Lob gebührt an dieser Stelle dem Gastsänger mit der unschlagbaren Stimme: Er heißt Tim, ist 3 ½ Jahre alt und der Sohn Peters. „Talk“, ein modernes „Rotkäppchen meets James Bond“-Märchen, glänzt mit einem Refrain in allerbester Beat-Tradition, „Birdies“ brilliert mit funky Grooves und einem Refrain, der Gänsehaut verursacht - und nicht nur wegen des eingangs erwähnten Blicks aus dem Wagenfensters. „Jede Stadt hat ihre dunkle Kehrseite, jedes Nest hat seine Sieben.“ Einer Textzeile dieses Songs entspringt dementsprechend der Albumtitel.

Fein aber gemein sind die Stories, die Sänger und Texter Sebastian auspackt. Zum Beispiel „Queen Of Trouts“, in der der Held eine Forelle fängt, die ihm - getreu der Geschichte vom „Fischer un’ sien Fru“ - einen Wunsch erfüllt, wenn er sie frei lässt. Der rennt nun nicht zu Ilsebill, sondern wünscht sich, Forellenmann zu sein, verliebt sich in die Forellendame und schwimmt mit ihr davon. „Pow Wow“ erzählt von einem mächtigen Kampf zwischen Dämonen: „Hotel California goes Splatterfilm“ (Sebastian), musikalisch liegt der Song irgendwo zwischen den Red Hot Chili Peppers und der Berlin/Seattler Kultformation Pothead.

Doch nicht alle Stories haben einen märchenhaften Background. So setzt sich das dreiteilige 8 ½-Minuten-Epos „Diggin’“ mit der Psyche von Triebmördern auseinander. Das Happy End folgt „Twin Peaks“-like im Showdown mit einem Rachedämon. „Wenn man wie ich selbst ein kleines Kind hat, dann fragt man sich, was in Leuten, die Kinder missbrauchen, vorgeht. Ich halte das für eine Art Besessenheit.“ Auch „Stopping At The Drive In“ lässt das Grinsen im Gesicht gefrieren. „Es ist inspiriert von Georg Trakls Gedicht Der Schläfer im Tal, in dem ein Soldat stirbt und sich in einer Halbwelt befindet. Hier handelt es sich um einen Mann, der stirbt und seine Freundin noch als Kellnerin im Drive In sieht.“
„Kittysong“ dagegen ist ein mystisches Lied um Bewusstseinserweiterung und Grundsatzfragen: „Ich will keine Sternschnuppe sein,“ erklärt Sebastian die Zeile „Shootingstars seldom get through“. „Ich will ein Komet sein, der reinbumst. Nicht vorher verglühen.“

 

News

Die Bananafishbones steuern mit "Smart" den Titelsong zur neuen Pro7-Sendung
"Clip Mix" bei, moderiert von Sonya Kraus und Alexander Mazza.

 

Mai 2002 - Ein Brief von Sebastian Horn - Sänger der Bananafishbones - an Euch:

Lieber Bananafishbones-Fan!

Endlich, endlich, endlich ist es soweit! Wir Drei kommen mit einem neuen Album zurück,
das sich gewaschen hat und das wir zur Zeit mit voller Wucht und Liebe live auf der Bühne darbieten. Leider gab´s lange nix Neues von uns. Mit "a town called seven" melden wir uns jetzt lautstark zurück. Diesmal sind wir richtig stolz auf unsere Studiosessions und freuen uns auf die kommenden Live-Shows!

Fast ein halbes Jahr verschwanden wir in den Tiefen unseres Übungsraumes. Mit Ralf Steyrer´s Hilfe am Computer sowie HM Buff´s Input als Producer und 35 Titeln im Gepäck begannen wir zu tüfteln. Wir arbeiteten intensiv an unseren Entwürfen. Anfang Dezember ging´s dann ab ins Cap A Pie - Studio in Neutraubling. Basics fett einspielen und mischen!

Für die, die glauben, sie besäßen bereits das Original (ersteigert bei e-bay o.ä.) muss ich sagen, dass es sich nur um die Promoausgabe mit elf Titeln handelt. Auch ist diese CD noch nicht richtig gemastered. Dafür haben wir "a town called seven" in die USA geschickt, zu Mastering-Guru Bernie Grundman ( u.a. Eels ). Dort erhielt die am 6. Mai erscheinende Limited Edition im Digipack den letzten Schliff. Außerdem sind auf dieser Erstauflage noch das wunderschöne Täumerstück "Baby i'm out", die in Florian's Garten aufgenommene Ballade "So old" sowie der Discopunk-Remix unserer Single "Smart" vertreten.

Zur Platte selbst:

Robot 41: Sollte ursprünglich "Fun" heißen, doch dann kam der 11.09. Die Buchstaben von "Fun" ergeben alphabetisch zusammengerechnet die Zahl 41 und so geht der Song um uns, die wir immer im Kampf gegen die Automatismen des Alltags leben. Produziert von Uwe Sabirowsky in Köln und sehr fett noch dazu. Tim´s Engelsstimme (Peter's Sohn) macht mir immer noch eine Gänsehaut.

Talk: Druckvoll geht´s weiter in die Rotkäppchen-Arena einer sündigen Stadt (sicher nicht Bad Tölz). Ein Hund sucht Dich, wittert Dich, und bringt Dich zu seinem Herrchen. Alles geht kaputt (auch der dog) und der Täter schreit nach seiner Sehnsucht. Keine Zeit zu träumen!

Kitty Song: Dem aufmerksamen Hörer als Konzertbeginn früherer Tage bekannt. Wir sind keine Sternschnuppen, wir sind Sterne - alle! Die Glut des Feuers wärmt uns. Wer schlitzt da an meinem Goldfisch herum? Kitty Song ist episch und poppig zugleich. Der mehrstimmige Gesang ist im Stile der Beatles liebevoll arrangiert.

Birdies: "waking up in a town called seven…" Birdies ist ein Roadmovie á la Fear and loathing in Las Vegas und einer der zentralen Songs auf dem Album: Eine Verbindung aus Groove & Folk. Am Anfang hört man Peter's uralten Scirocco und dann sind da noch diese süßen Vogel-Loops. Außer ein paar Zähnen und dem Geldbeutel fehlt in diesem Song nichts. Geiler Background-Gesang von Peter & Florian erzeugt eine magische Stimmung. Definitiv einer unserer Favoriten auf dem Album!

Johnny: Für dieses Lied habe ich als Sänger der Band gekämpft und ich finde, es hat sich gelohnt! Vielleicht gibt´s irgendwann mal den ebenfalls aufgenommenen 10-Minuten-Schluss auf einer B-Seite. Definitiv wird er aber live zu hören sein. Entstanden im Hotelzimmer in L.A., ist mit dem Song eigentlich nicht mehr viel passiert.
Sehr tief, sehr roh, Sir John.

Smart: Hier haben die Grooveminister ihren Zauberfinger ins Spiel gebracht! Wieder eine fröhliche Nummer, in der einer stirbt. Gefangen im gecrashten Auto, kommen erst die Fliegen, dann die Vögel und am Ende die Erkenntnis "Being smart is art" und "Everybody else wants sex!"

Queen of trouts: Eine Ode an Johnny (diesmal der Cash) und eine lustige Geschichte über Sebastian und den Wunderfisch. Wie im Märchen (der Fischer und seine Frau) endet´s mit dem berühmten freien Wunsch. Was blubbert denn da so verdächtig?

PowWow: Eine Dämonenschlacht, geschlagen in den Zwischenzuständen ohne Zeit und Raum. Verliere nicht den roten Faden, sonst bist du für immer weg. "I hate people when they´re not polite." Für alle Pothead - Fans, eine Ode an die Tiefe des Raums und die Tiefe der Gitarrenriffs.

Stopping at the drive in: Ein todtrauriges Stück über einen jungen Soldaten, der stirbt. Der Schläfer im Tal trifft Jacob´s ladder. Menschen sind keine Zahlen und keine Kampfmaschinen für irgendeinen Vollidioten. Am Ende zahlt jeder seine Rechnung. Das Stück macht mich immer noch fertig. Tränen beim Einsingen.

Light my fire: Peter's alte Hymne fand hier endlich ihr Gesicht und dabei kann ich so schwer cool singen...
Der Buff hat die Bee Gees - Parts übernommen und wir sind der Gröhlechor. Eine angenehme Überraschung mit Dauerhaftigkeit!

Diggin': Es geht ans Eingemachte! Das Spiegel-Titelbild mit Ulrikes verwaistem Fahrrad im Schnee ließ mir einfach keine Ruhe mehr. Bob aus Twin Peaks spukt mit unverminderter Härte durch uns Menschenkinder. Kindsmorde sind kein Waldsterben und kein AIDS. Erst recht kein Scheidungsdrama mit und um Uschi Glas. Sie sind das schrecklichste, allgegenwärtige Verbrechen unserer Zeit. Seid gewarnt und passt auf Eure Kinder auf!

Baby i´m out: Nach dem düsteren Diggin' siegt am Ende der Frühling über den Winter. Wir können uns auf unsere Liebe freuen, die Freundschaft liegt am Ende des Regenbogens und den tragen wir mit uns herum, solange wir Sonne und Regen in uns haben. Ein schöner Schluss!

Als Bonustracks auf der Limited Edition hört Ihr, wie bereits erwähnt, einen Discopunk-Remix unserer Single "Smart", sowie das wunderschön romatische "So Old".

So, nun liegt´s an Euch, ob ihr wollt oder nicht. Auf "a town called seven" sind wir wirklich stolz und freuen uns auf die kommenden Konzerte.

Wir sind der Motor, Ihr seid das Öl!

Sebastian Horn im Namen der Bananafishbones

 

 

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